Gesundheits- und Krankenpfleger/-in

Immer nah am Menschen

Sie geben Spritzen, versorgen Wunden und pflegen die Patienten. Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen halten eine ganze Station in Betrieb.

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Pflege und Betreuung von kranken und pflegebedürftigen Menschen. Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen helfen den Patienten/-innen beim Essen und Ankleiden, sind verantwortlich für ihre Lagerung und Umbettung und begleiten sie zu Untersuchungen und Behandlungen. Sie messen Puls, Blutdruck und Atmung, legen Verbände an und verabreichen Injektionen. Zusätzlich führen sie eigenständig durch den Arzt oder die Ärztin veranlasste Maßnahmen durch und assistieren bei Untersuchungen und Behandlungen. Auf den Stationen sorgen sie für einen reibungslosen Ablauf, erstellen Pflegepläne, geben Medikamente aus und sind für die Dokumentation von Patientendaten verantwortlich.

Krankenpfleger/innen sind nicht nur in Kliniken tätig, sondern auch in Wohn- und Pflegeheimen, ambulanten Pflegeeinrichtungen sowie Facharztpraxen oder Gesundheitszentren. Deshalb lautet die vollständige Berufsbezeichnung auch Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, denn jede ihrer Tätigkeit ist darauf ausgerichtet, die Patienten/-innen schnell wieder gesund zu pflegen.

Dass Elisabeth einmal den Weg in die Gesundheits- und Krankenpflege einschlägt, hätte sie nie gedacht: „Eigentlich war ein Medizinstudium immer mein größter Wunsch, aber mein Notenschnitt hat leider nicht gereicht." Eine gute Alternative ist eine Ausbildung im Gesundheitswesen. Um zu sehen, welcher Beruf am besten zu ihr passt, machte sie zwei Praktika am WKK in Heide. „Nach dem ersten Tag in der Gesundheits- und Krankenpflege stand für mich fest: Das ist mein Beruf. Genau das möchte ich machen!", erzählt die 21-Jährige begeistert.

Die dreijährige Ausbildung absolviert die junge Auszubildende an der Schule für Pflegeberufe am Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen in Heide. Hier erlernt sie im theoretischen und praktischen Unterricht die Grundlagen des vielseitigen Berufes. Der Unterricht findet blockweise statt. In modernen Seminarräumen bekommen die Pflegeschüler/-innen das umfangreiche medizinische Fachwissen vermittelt. Außerdem stehen ihnen gut ausgestattete Demonstrationsräume zur Verfügung. Hier können sie sich auf den praktischen Teil ihrer Ausbildung vorbereiten, indem sie z.B. die Mobilisation eines Patienten oder einen Verbandwechsel praktisch üben.

Die Praxiseinsätze erfolgen auf verschiedenen Stationen der Westküstenkliniken. In dieser Zeit lernen die Pflege-Auszubildenden den richtigen Umgang mit Patienten und werden in die praktischen Tätigkeiten eingewiesen. „Mir gefällt besonders das Engagement unserer Lehrer/-innen und Praxisanleiter/innen. Egal, welches Problem oder welche Frage ich habe, es nimmt sich immer jemand die Zeit für mich", berichtet Elisabeth.

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer staatlichen Prüfung, die sich aus einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil zusammensetzt. „Nach dem Examen würde ich gerne am Westküstenklinikum in Heide bleiben um weitere Berufserfahrung zu sammeln", sagt Elisabeth. „Studieren möchte ich immer noch. Ich könnte mir sehr gut die Studiengänge Gesundheits- oder Pflegemanagement vorstellen, um später eine eigene Pflegeeinrichtung zu eröffnen", erzählt die Pflegeschülerin.

Um eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege beginnen zu können, ist ein Mittlerer Schulabschluss notwendig. Alternativ genügt ein Erster allgemeinbildender Abschluss in Verbindung mit einer zweijährigen Ausbildung. Die Schulleistungen sollten gut sein, insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern, in Deutsch und auch in Mathe. Außerdem ist ein ärztliches Attest erforderlich, um die körperliche Eignung vor dem Ausbildungsbeginn zu bestätigen. Interessenten/-innen mit dem Berufswunsch Gesundheits- und Krankenpfleger/-in müssen zudem ein zwei- bis vierwöchiges Pflegepraktikum absolvieren.

Pflegestützpunkt des WKK Standort Heide

Der Umgang mit kranken und pflegebedürftigen Menschen erfordert viel Einfühlungsvermögen, Hilfsbereitschaft und Geduld. Mehr als ein perfekter Notenschnitt zählt daher die persönliche Einstellung zum Beruf. Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen müssen gerne mit Menschen arbeiten wollen und ein aufgeschlossenes Wesen mitbringen. Aber auch Durchsetzungsvermögen ist wichtig und die Fähigkeit, in jeder Lage ruhig zu bleiben.

Mit der abgeschlossenen Ausbildung haben Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen viele Möglichkeiten, ihre berufliche Laufbahn weiter zu gestalten. Wer später Fach- und Führungsaufgaben übernehmen möchte, kann sich beispielsweise zum/zur Fachwirt/-in für Alten- und Krankenpflege oder für Gesundheits- und Sozialwesen weiterbilden. Auch eine Weiterbildung zum/zur Betriebswirt/-in für Management im Gesundheitswesen bietet viele Chancen für eine erfolgreiche Karriere im Gesundheitswesen. Wer über die (Fach-) Hochschulreife verfügt, kann sich zudem mit einem Studium weiterbilden.

Alternativ kann die Ausbildung auch in Teilzeit absolviert werden. Das macht sie besonders für junge Mütter attraktiv. In dieser Variante können die Schülerinnen und Schüler die Arbeitszeit in den praktischen Ausbildungsteilen auf 20 bis 30 Stunden in der Woche reduzieren. Je nach Modell verlängert sich die Ausbildung um 6 bzw. 12 Monate.

Ausbildung zum/zur

Gesundheits- und Krankenpfleger/-in

Ausbildungsdauer 3 Jahre Schulabschluss Mittlerer Schulabschluss
Ausbildungsvergütung Auf Anfrage Bewerbungsfrist Keine
Ausbildungsbeginn 01.02.2020 und 01.08.2020 Freie Plätze Je 25

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